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Friday, June 14 • 17:30 - 18:30
Der SPIEGEL: Wenn eine Redaktion durchleuchtet wird

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Als am 19. Dezember der SPIEGEL den Skandal um seinen Autor  Claas Relotius öffentlich machte, waren viele verblüfft, manche auch entsetzt. Diese weitreichende Affäre ausgerechnet beim Spiegel! Wie konnte es sein, dass  beim größten deutschen Nachrichtenmagazin mit seiner viel gerühmten Dokumentationsabteilung ein Geschichtenerfinder so lange unentdeckt blieb?
Der SPIEGEL versprach Transparenz, setzte eigens eine Untersuchungskommission ein. Die sollte ohne Rücksicht auf Ressorts und Personen all die Fragen klären, die jetzt im Raum stehen. Und das tat sie. Lieferte Einblicke in den Redaktionsalltag eines nach wie vor wichtigen und meinungsstarken Magazins, die überraschen - und verstören.
Doch bei der Lektüre des (spannenden) Untersuchungsberichts beginnt man nicht nur als Medienjournalist zu träumen: Wäre es nicht faszinierend und wünschenswert, wenn wir solche Einblicke auch bei anderen Redaktionen bekämen? Wenn wir erfahren würden, wie andere Redaktionen ihre Agenda bestimmen - und warum?
Die Realität ist eine andere: Redaktionsinterna bleiben intern, So auch immer wieder die
Begründung der Redaktionen, wenn Journalisten/innen vergebens nach Abläufen, Entscheidungswegen oder Hintergründen zu Berichten fragen.
Ist eine solche Haltung noch zeitgemäß in Zeiten, wo immer wieder Transparenz auch bei Medien gefordert, bisweilen auch versprochen wird? Wo wir doch erklären sollen und wollen, was wir tun - und auch warum?
So liefert die (ungewollte) Transparenz beim SPIEGEL die ideale Grundlage für eine vertiefende Diskussion über das, was nicht nur Journalisten/innen bewegt.


Links zum Thema:
Fall Claas Relotius: Abschlussbericht der Aufklärungskommission (Spiegel Online)
"Spiegel"-Abschlussbericht - Ein System von Gleichgültigkeit (Süddeutsche Zeitung)
Relotius-Skandal beim „Spiegel“ - Betrug, Eitelkeit, Versagen (taz)
Der Fall Claas Relotius (Der Spiegel)
Hier finden Sie alle Beiträge zum Fall Claas Relotius (Der Spiegel)
Ein Fall für die Lehrbücher (Die Zeit)
Vertrauen im Journalismus - Im Post-Relotius-Zeitalter (Deutschlandfunk)
Alle Beiträge zu Claas Relotius (Übermedien)
Schädliche Neigungen (Message)
Eine Eliteeinheit, die tun konnte, was sie wollte (Die Welt)
Journalistenschulen - "Für Starreporter ist da wenig Platz" (Süddeutsche Zeitung)
Spiegel tut Buße (taz)


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Susanne Stichler

ARD-aktuell, NDR
Susanne Stichler ist das Gesicht von Panorama 3: Engagiert und pointiert präsentiert sie das, was die Reporterinnen und Reporter Woche für Woche recherchiert haben. Seit 2004 moderiert sie Sendungen im NDR Fernsehen. Ursprünglich aus dem Schwäbischen kommend, führte ihr Weg über... Read More →

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Stefan Niggemeier

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Stefan Niggemeier wurde als Fernseher geboren und sieht seither alles, was läuft, aus beruflichen Gründen auch Schrott, inzwischen sogar HD. Er ist Diplom-Journalist und schreibt seit Jahren über Medien, was manchmal und zum Glück auch therapeutisch wirkt. Als Redakteur hat er... Read More →
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Volker Lilienthal

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Brigitte Fehrle

Journalistin
Journalistin, war Mitglied in der Kommission des Spiegel zur Aufklärung des Falles „Relotius“, hat gearbeitet bei taz, FR, Zeit und Berliner Zeitung, deren Chefredakteurin sie bis Ende 2016 war.


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